Portfolio im Kindergarten: Wichtige Fragen und Antworten!

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Sie fragen sich, was ein Portfolio im Kindergarten ist oder suchen Anregungen für die Erstellung von einem solchen Portfolio? Die auch als Ich-Buch bezeichnete Sammelmappe zu Kindergartenkindern ist eine Art der Entwicklungsdokumentation und wichtige Grundlage für Elterngespräche.

Schrittweise wird darin der Entwicklungsfortschritt der Kinder aufgezeigt und ausgewertet. Alles, was Sie über das Portfolio im Kindergarten als Eltern oder Erzieher wissen müssen, erfahren Sie hier.

Eltern können sich das Portfolio im Kindergarten wie eine Dokumentation der Entwicklung und Bildung des Kindes vorstellen. (#01)

Eltern können sich das Portfolio im Kindergarten wie eine Dokumentation der Entwicklung und Bildung des Kindes vorstellen. (#01)

Was ist das Portfolio im Kindergarten?

Eltern können sich das Portfolio im Kindergarten wie eine Dokumentation der Entwicklung und Bildung des Kindes vorstellen. Ein solches Kinderportfolio wird inzwischen in vielen Kitas für jedes Kindergartenkind separat angelegt und ist mit einem großen zeitlichen Aufwand verbunden. Der Vorteil bei einem Portfolio ist die genaue und auch später noch nachvollziehbare Darstellung der verschiedenen Entwicklungsschritte in Form einer aussagekräftigen Dokumentation.

Damit sind große Entwicklungserfolge wie die selbstständige Benutzung der Toilette, aber auch die kleinen Alltagserfolge wie das eigenständige Gießen einer Pflanze im Garten der Kita oder das Verstehen verschiedener Spiele gemeint. Das Ich-Buch gehört dem Kind und geht mit dessen Ausscheiden aus dem Kindergarten in seinen Besitz über.

Ziel beim Portfolio im Kindergarten ist die Nachvollziehbarkeit der Kindesentwicklung. (#02)

Ziel beim Portfolio im Kindergarten ist die Nachvollziehbarkeit der Kindesentwicklung. (#02)

Welche Ziele hat die Portfolioarbeit in einem Kindergarten?

Kinder lernen durch Spiele, Ausflüge und Aufgaben in der Kita viele neue Dinge kennen, werden selbstständiger und erwerben beinahe täglich neue Kompetenzen. Der Grundsatz hierbei ist das individuelle Lernen, denn Kinder lernen nach ihrem eigenen Tempo und entsprechend ihrer individuellen Interessenlage. Anhand des Portfolios können sowohl die Erzieherin oder der Erzieher als auch das Kind selbst und dessen Erziehungsberechtigt die verschiedenen Entwicklungsschritte anschaulich nachvollziehen.

Durch die Auseinandersetzung mit den eigenen Erlebnissen und Erfolgen im Alltag gewinnen Kindergartenkinder Selbstbewusstsein und erlangen eine präzisere Selbstwahrnehmung. Das ist wichtig für die individuelle Bildung, das Selbstverständnis und die sozialen Kompetenzen.

Welche Inhalte sind für ein Portfolio im Kindergarten geeignet?

Zu den typischen Inhalten in einem Portfolio im Kindergarten gehören beispielsweise Zeichnungen des Kindes, Fotos aus dem Alltag und Kommentare zu den abgebildeten Inhalten. Sie werden gezielt während der Portfolioarbeit im Kindergarten erstellt.

Welche Inhalte im Einzelnen in einem Ich-Buch landen, kann individuell festgelegt werden. Viele Kitas nutzen Vorlagen und ergänzen diese durch eigene Inhalte. Solche Vorlagen sind eine praktische Erleichterung beim Erstellen von einem Portfolio im Kindergarten, da sie den zeitlichen Aufwand begrenzen.Meistens wird ein Kinderportfolio mit einer Dokumentation und Vorlagen in verschiedene Kategorien unterteilt.

 

Welche Inhalte im Einzelnen in einem Ich-Buch landen, kann individuell festgelegt werden. Viele Kitas nutzen Vorlagen und ergänzen diese durch eigene Inhalte. (#03)

Welche Inhalte im Einzelnen in einem Ich-Buch landen, kann individuell festgelegt werden. Viele Kitas nutzen Vorlagen und ergänzen diese durch eigene Inhalte. (#03)

Einige Beispiele dafür sind:

  • Wer bin ich?
  • Was kann ich?
  • Was habe ich gemacht, erlebt und unternommen?
  • Wer sind meine Eltern und Geschwister?
  • Was waren besondere Tage oder Ereignisse?
  • Wofür interessiere ich mich?

Wichtig bei der Portfolioarbeit ist, dass es nicht auf die Masse der Inhalte ankommt. Viel wichtiger ist, dass diese sorgsam ausgesucht und aussagekräftig sind. Deshalb setzen viele Erzieher auf Bilder, Bastelsachen und Kommentare aus der eigenen Beobachtung und vom Kindergartenkind. Beobachtungen aus alltäglichen Situationen in der Kita wie Spiele, Ausflüge und Bastelstunden sind ebenfalls häufig gewählte Themen in einem Ich-Buch.

Den größten Teil der Arbeit leisten dabei die Erzieher, die sich immer wieder gezielt mit dem Kind beschäftigen und gemeinsam am Ich-Buch arbeiten. (#04)

Den größten Teil der Arbeit leisten dabei die Erzieher, die sich immer wieder gezielt mit dem Kind beschäftigen und gemeinsam am Ich-Buch arbeiten. (#04)

Wer legt das Portfolio für Kinder an und gestaltet es?

Das Kinderportfolio ist eine Gemeinschaftsarbeit der Erzieher im Kindergarten, des Kindes und der Eltern. Den größten Teil der Arbeit leisten dabei die Erzieher, die sich immer wieder gezielt mit dem Kind beschäftigen und gemeinsam am Ich-Buch arbeiten.

Auch die Kindeseltern bringen sich mit in das Portfolio ein, indem Sie zum Beispiel eigene Inhalte mit den Fortschritten der Bildung und Entwicklung zu Hause erstellen. Obwohl es sich bei der Portfolioarbeit um eine zeitlich intensive Dokumentation der Kindesentwicklung handelt, lohnt sie sich in jedem Fall für das Kind, die Eltern und die Erzieherinnen.


Bildnachweis:© Fotolia-Titelbild: dglimages -#01:oksix -#02:nadezhda1906-#03:highwaystarz-#04: Robert Kneschke

Über den Autor

Sabrina Mueller

Sabrina Müller, geboren 1982 in Berlin, ist inzwischen Mutter von drei Kindern. Eigentlich wollte sie gar nicht so viele Kinder. Nachdem ihre erste Tochter jedoch wirklich pflegeleicht war, haben sich Sabrina und ihr Mann für weitere Kinder entschieden. Konnte ja keiner wissen, dass auf pflegeleicht nicht immer auch wieder pflegeleicht folgt. Nach der ersten Tochter folgten noch ein Mädchen und ein Junge. Ihre Rasselbande füllt Sabrinas Leben derzeit aus. Neben der Betreuung der Kinder engagiert sich Sabrina auch im Kindergarten und näht und bastelt gerne.

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