Mexikanische Küche – Der leckere Trend aus Mittelamerika

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Im Rest der Welt gehört die Mexikanische Küche seit Jahrzehnten zum festen Repertoire und erfreut sich in Restaurants wie zu Hause großer Beliebtheit. Höchste Zeit, sich auch hier in Deutschland mit dieser traditionsreichen Küche zu beschäftigen. Es gibt viel mehr zu entdecken, als Tacos und Chili!

Mexikaner essen nicht nur Chillies und Tortillas

Natürlich kennen wir alle Chili con Carne und die meisten von uns haben schon Tacos und Tortillas probiert. Die wenigsten aber wissen, dass Chili con Carne eine texanische Erfindung ist oder was für wunderbare Fischgerichte die Mexikanische Küche daneben bereithält und dass nicht jedes Gericht in Mittelamerika mit grotesk scharfen Pfefferschoten gewürzt wird.
Cevice beispielsweise, ein sehr populäres, kalt serviertes Fischgericht, ist jenseits dessen, was man in den meisten hiesigen Restaurants serviert bekommt. Hierbei wird der Fisch in mundgerechten Stücken in der fertigen, salatähnlichen Gesamtkomposition in Limettensaft und ohne Hitze gegart. Ebenso sind Tamales, in Maismehlteig eingewickelte Happen, die in Maisblättern gedämpft werden, nicht nur lecker, sondern reichen in ihrer Tradition bis weit ins Aztekische Reich zurück. Sie haben sich bis heute gehalten als leicht transportables Fastfood, ähnlich den indischen Samosas.

Leckeres aus Tomaten,Mais und Avocado

Wer Gerichte mit Zutaten wie Tomaten, Mais und verschiedensten Gemüsen wie Avocado liebt, sollte sich in der Mexikanischen Küche ebenfalls zu Hause fühlen. Mole Poblano aus der Region von Puebla ist der Inbegriff der mexikanischen Küche, eine Art mexikanisches Nationalgericht. Es handelt sich um eine Sauce, die aus über 50 Zutaten besteht und häufig zu rotem Fleisch, Geflügel oder Fisch gereicht wird. Sie stiehlt aber regelmäßig der Hauptzutat die Schau – es gibt dafür so viele Rezepte, wie es mexikanische Köchinnen gibt und jedes ist dabei anders. Manches Mal wird diese herzhafte Salsa sogar mit Schokolade zubereitet!

Eines der populärsten Kräuter ist Koriander. So wie die traditionelle deutsche Küche nicht ohne Petersilie auskommt, ist Korianderkraut essentiell in Mexiko. Der kräftige, leicht seifige Geschmack ist für viele Mitteleuropäer anfangs etwas gewöhnungsbedürftig. Wenn man sich darauf einlässt, ist man aber schnell am Haken und bekommt Lust, altbekannte Rezepte mit dieser tollen Zutat zu verfeinern. So eignen sich auch die ebenso typischen Chilis durchaus dazu, der herkömmlichen Kost einen kleinen Kick zu geben. Man darf hier ruhig kreativ werden und herumprobieren. In der eigenen Küche gelten die eigenen Regeln!

Video: Hähnchen Taccos mit Mangoreis aus der Mexikanischen Küche

Was macht die Mexikanische Küche aus?

Vielfalt! Ähnlich wie in Italien, gibt es auch in Mexico nicht die eine, richtige Art, ein Gericht zuzubereiten. Jedes Dorf, jede Hausfrau und jeder Imbisskoch hat eine eigene Art, Rezepte zu interpretieren. Es gibt zahlreiche lokale Unterschiede und Spezialitäten, die dazu beitragen, dass Mexico ein eigenes Universum an Gerüchen und Geschmäckern hervorbringt, die jeden, der das Land einmal besucht hat, nachhaltig in ihren Bann ziehen.

Die Gerichte, die uns die meisten „Mexikanischen“ Restaurants servieren, sind Tex-Mex Küche, eine Verschmelzung der Nord- mit der Südamerikanischen Küche, wie sie im Grenzgebiet zu den USA entstanden und üblich ist. Der Geschmack dieses Essens ist angepasst an unseren westlichen Gaumen und fast jeder mag es, weil es nicht allzu weit entfernt ist von dem, was wir kennen und lieben.
Tun Sie sich einmal den Gefallen und bewegen Sie sich heraus aus Ihrer Komfortzone. Schnappen Sie sich ein Mexikanisches Rezept und überraschen Sie sich selbst mit den tollen, ungewöhnlichen Kombinationen von Zutaten und Aromen, die diese fantastische Küche bereithält.


Bildnachweis© Titelbild: Fotolianame-lunamarina

Über Sabrina Mueller

Sabrina Mueller

Sabrina Müller, geboren 1982 in Berlin, ist inzwischen Mutter von drei Kindern. Eigentlich wollte sie gar nicht so viele Kinder. Nachdem ihre erste Tochter jedoch wirklich pflegeleicht war, haben sich Sabrina und ihr Mann für weitere Kinder entschieden. Konnte ja keiner wissen, dass auf pflegeleicht nicht immer auch wieder pflegeleicht folgt. Nach der ersten Tochter folgten noch ein Mädchen und ein Junge. Ihre Rasselbande füllt Sabrinas Leben derzeit aus. Neben der Betreuung der Kinder engagiert sich Sabrina auch im Kindergarten und näht und bastelt gerne.

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