Kinderfahrräder online kaufen

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Leider sind viele Kinderfahrräder schlecht verarbeitet und gehen schnell kaputt. Bei einigen bleibt sogar die Sicherheit auf der Strecke. Bei drei von 18 getesteten Fahrrädern haben sich die Fahrräder beim Bremsen überschlagen. Auch Zugstangen, Kupplungen und Trailer bringen keine Sicherheit.

Am Preis liegt es wohl nicht, denn die getesteten Räder gingen bis zu einem Preis von 380,– Euro. Sollte man doch meinen, dafür ein gutes und sicheres Rad zu bekommen! Es werden oft nicht kindgerechte oder minderwertige Teile eingebaut, z.B. Gepäckträger.

Meistens hat ein Gepäckträger auf dem Kinderrad nur eine Strebe. Diese halten kaum was aus und schließlich fahren hinten oft auch einmal Freunde mit.

Auch sind die Kinderfahrräder oft viel zu schwer. Ein Gewicht von 12 bis 14 Kilogramm können die sechs- bis zehnjährigen Radler nicht halten.

Bei allen Anbietern fiel auf, dass sie V-Brakes verbauen, die eigentlich für Erwachsene gedacht sind. Die Bremsen packen schon bei geringem Druck auf den Bremshebel aggressiv zu. Bei einer Notbremsung kann das Vorderrad sogar blockieren, was nicht einmal ein Bremskraftmodulat verhindern kann. Die Folge daraus: Kind und Fahrrad würden sich überschlagen.

Auch modisches Zubehör zum Koppel zweier Fahrräder ist nicht empfehlenswert. Die eigentliche Idee ist, dass der Erwachsene das Kind hinter sich her zieht, wobei das Kind selber treten kann. Wird das Kind müde, lässt es sich einfach ziehen. Ob Zugstange, Kupplung oder Fahrradtrailer mit integriertem Kinderfahrrad, die Gespanne sind nicht empfehlenswert. Das Kinderrad pendelt von einer Seite zur Anderen, das ganze Gespann schwankt.



Tipps zum richtigen Kauf eines Kinderfahrrades:

  1. Das Fahrrad sollte zur Körpergröße des Kindes passen. Der Sattel muss so eingestellt sein, dass Ihr Kind den Boden mit beiden Füßen berühren kann.
  2. Der Rahmen des Fahrrads sollte am besten leicht und stabil sein und muss auf Kinder zugeschnitten sein. Das heißt: Die Querstange nicht zu hoch und die Abmessungen kindgerecht. Überprüfen Sie die Schweißnähte regelmäßig auf Risse.
  3. Achten Sie beim Lenker auf Sicherheitsgriffe mit Prallschutz an den Lenkerenden. Sie fangen Stöße ab und verringern dadurch die Verletzungsgefahr. Auch fahren Anfänger sicherer, wenn der Lenkervorbau gepolstert ist.
  4. Am sichersten bei den Bremsen sind Rücktrittbremsen. Ist eine Rücktrittbremse vorhanden, reicht eine zusätzliche Felgenbremse vorn am Rad. Bei den Felgenbremsen müssen Sie darauf achten, dass diese für Kinderhände gemacht sind. Der Bremshebel soll nah am Lenker und die Bremskraft nicht zu stark sein.
  5. Keine Gangschaltung über einer 3-Gang-Nabe. Diese sind wartungsfrei und haben eine Rücktrittbremse. Mit mehr als diesen drei Gängen sind Kinder unter zehn Jahren überfordert.
  6. Lange Tretkurbeln können beim Befahren von Kurven mit dem Vorderrad kollidieren und bei einer Schräglage auch mit dem Boden. Achten Sie daher darauf, dass das Rad tief liegende Tretlager und kurze Tretkurbeln hat. Ebenso sollten Sie darauf achten, dass Sie Tretkurbeln ohne Befestigungskeil wählen. Schnell verfängt sich die Hose im Keil, daher ist auch ein Kettenschutz wichtig.
  7. Wie oben schon angedeutet sollte der Gepäckträger zwei Streben haben und stabil sein, um eventuell auch Freunde tragen zu könnnen.
  8. Breite Reifen geben mehr Sicherheit für das Kind und dämpfen Stöße. Aluminumfelgen sind leichter und sparen dadurch unnötiges Gewicht. Federgablen allerdings sind nicht kindgerecht.
  9. Ausserdem sollte das Rad Ihres Kindes mit Leuchtdioden (LED) mit Standlichtfunktion, als Rücklicht, und vorn mit einem Halogenscheinwerfer ausgestattet sein. Es ist sicherer, wenn der Dynamo hinten sitzt, da ein loser Dynamo das Vorderrad blockieren kann. Das führt zu schweren Stürzen. Teuer aber praktisch sind Nabendynamos.

Über Iris Martin

Iris Martin

Iris Martin, Jahrgang bleibt ein gut gehütetes Geheimnis, ist Mutter zweier Kinder. Rabauke 1 und Rabauke 2 sind Wunschkinder ersten Grades, treiben ihre Eltern regelmäßig an den Rand der Verzweiflung und wissen sie von dort mit einem lieblichen Augenaufschlag wieder wegzuholen. Iris ist derzeit mit ihren beiden Jungs zu Hause, genießt das Leben als Vollzeitmami und hält das Chaos so im Rahmen. Neuen Herausforderungen stellt sie sich dabei gerne - immer gut gewappnet mit dem Wissen, das nur aktiv agierende Eltern haben können.

2 Kommentare

  1. Avatar

    Ich habe vor 2 Wochen ein Fahrrad bei ebay für mich (30) ersteigert. Es ist neu von einem Händler. Ich bin sehr zufrieden mit Verarbeitung und Qualität. Das Preis-Leistungsverhältnis ist OK. Für meine Tochter (6) möchte ich nächsten Monat bei diesem Händler auch ein Rad kaufen.
    Es gibt sicherlich viele Schwarze Schafe im Internet. Aber nicht alle müßen schlecht sein. Gerade für Kinder sollte man besonders aufpassen das alles in Ordnung ist. Bei mir ist es eher eine Preisfrage. Es gibt auch gute Qualität zu niedriegeren Preisen.

  2. Avatar

    Hallo,
    also ich weiss nicht, ob ich Kinderfahrräder im Internet kaufen würde. Zu groß ist doch die Gefahr, doch das falsche Fahrrad zu erwischen.

    Gerade Kinderfahrräder gehören doch genau auf das Kind abgestimmt. Naja, klaro muss das jeder selber wissen – aber gerade bei diesen – doch etwas teureren – Sachen gehe ich dann doch lieber zum Händler.

    Allerdings kann man sich ja dort ein Kinderfahrrad aussuchen und dann mal im Internet schauen, ob man es nicht doch günstiger bekommt. 😉

    Simone

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