Babyschalen

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Babyschalen sollten nur für den Gebrauch im Auto genutzt werden.

Sie sind zwar praktisch, jedoch sollte der Nachwuchs nicht all zu viel Zeit darin verbringen, da Kleinkinder noch nicht in der Lage sind zu sitzen. Wird das Kind müde, sakt der Körper in sich zusammen, wobei der Brustkorb auf den Bauch drückt.

Dieses kann zu Verdauungsstörungen und Atembeklemmungen führen. Im schlimmsten Fall kann es zu Schädigungen der Wirbelsäule oder des Wachstums kommen. Das Kind sollte aus diesem Grund auch in Fahrtpausen aus der Schale gehoben werden.

Die sogenannten Reboard-Schalen werden entgegen der Fahrtrichtung angebracht. Leider sind die Montageanleitungen meist unübersichtlich und die Sitze lassen sich nur schwer im Auto anbringen. Nach einer Untersuchung im Auftrag der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) machten zwei Drittel der Eltern bei der Installation etwas falsch, so dass bei einem Unfall das Kind schwer verletzt worden wäre.

Auch wenn die Babyschale richtig angebracht ist garantiert dies nicht, dass das Kind optimal geschützt ist. So sind Tests für den Frontal- und Heckaufprall zwar gesetzlich vorgeschrieben, aber vor einem Seitenaufprall schützen die Babyschalen nicht unbedingt.

Ein Manko das auch der Gesetzgeber kennt. Bis zum Entwurf einer Seitenaufprallnorm werde es wohl noch zwei Jahre dauern. Ein Untersuchungsverfahren wird zur Zeit von der BASt zusammen mit der TU-Berlin entwickelt.

Öko-Test hat neun Schalen der Gruppen 0 (bis zehn Kilogramm) bis 0+ (bis 13 Kilogramm) untersucht. Seitenaufprallschutz und Schadstoffprüfung mussten die Babyschalen überstehen. Sie wurden auf einem Autositz montiert, der mit Tempo 30 gegen einen Stahlpendel knallte. Nur drei der getesteten Modelle sind „empfehlenswert“.

Im Crashtest zeigten sich gravierende Schwächen bei einigen Sitzen. So schleuderte z. B. beim Bébé Confort Elios der Kopf des Dummys aus dem Sitz und knallte gegen den Metallpendel.

Dabei wurden sowohl Kopf als auch die Brust schwer belastet.
In drei der gesteten Babyschalen ist das Kind beim seitlichen Aufprall gut geschützt. Laut ihrer Hersteller werden die Sitze Easy Bob 0+, der Prima 0+ und der Storchenmühle Space 0+, bereits im Seitenaufprall getestet. Die Modelle sind sicher, wenn die Seitenwangen des Sitzes tief sitzen und nicht nach außen zeigen.

Im Schadstoff-Test zeigte sich keines der gestesteten Modelle völlig ohne Mängel. Die Modelle Bébé Confort Elios und Synthesis Lux aus der Gruppe 0+ enthalten erhebliche Mengen Blei bzw. Calium. Die Metalle belasten zwar nicht den Körper, jedoch die Umwelt beim Verbrennen oder Recyceln. Im Bezug oder in der Füllung fand sich in allen Sitzen das Schwermetall Antimon. Der einzige Sitz der dieses nicht aufwies war der Storchenmühle Space 0+.

In einem der Bezüg fand das Labor reizendes und krebsverdächtiges Formaldehyd.
Bis auf den Maxi Cosi Citi 0+ enthalten alle Babyschalen im Polster oder im darunter liegenden Styropor halogenorganische Verbindungen. Dazu gehören so genannte bromorganische Verbindungen. Sie werden als Flammschutzmittel eingesetzt und wurden bei Tierversuchen als Hirnschädigend nachgewiesen. Die gute Nachricht: Die krebserregenden Schadstoffe konnten nicht in den Bezügen der Sitze nachgewiesen werden.

Auch die Handhabung der Babyschalen wurde überprüft. Dies floss allerdings nicht in die Bewertung mit ein, da es von den verschiedenen Vorlieben abhängt, wer mit welchem System besser zurecht kommt.

Eine einfachere Bedienung der Babyschalen ergibt sich, wenn die Hosenträgergurte vorne mit einem offen liegenden Zentralversteller straffen lassen. Liegen die Straffer hinten, verleitet das dazu, die Gurte nicht richtig anzupassen.

Da es nur mit einem Gestell im Auto befestigt werden kann, lässt sich das Modell Storchenmühle Space 0+ leichter einbauen. Es kann nur mit einem Gestell im Auto befestigt werden und als einziges Testprodukt auch auf dem mittleren Rücksitz angebracht werden.

Über Rebecca Liebig

Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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